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Warum Philosophieren heute wichtiger denn je ist?


Noch nie in der Geschichte der Menschheit war es so interessant zu philosophieren wie heute.

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler haben unser Wissen über die Welt ungeheuer erweitert. Sie erforschen die kleinsten Bestandteile der Materie und die gewaltigen Weiten des Universums. Dank ihrer Arbeit verstehen wir immer mehr über das Leben auf unserem Planeten, über den menschlichen Körper, unser Gehirn und unser Verhalten.

Mit der künstlichen Intelligenz ist ein weiteres mächtiges Werkzeug hinzugekommen. Wenn wir es richtig nutzen, können wir uns heute in einer Geschwindigkeit wissenschaftliche Erkenntnisse erschließen und unterschiedlichste Perspektiven kennenlernen, die noch vor wenigen Jahren kaum vorstellbar war.

Doch mehr Wissen und ein leichterer Zugang zu Informationen bedeuten nicht automatisch mehr Verständnis, bessere Urteile oder klügere Entscheidungen.

Was folgt aus all diesen Erkenntnissen? Was bedeuten sie für unser Leben? Was können wir wirklich wissen? Was ist ein gutes Leben? Was ist gerecht? Was dürfen wir hoffen? Wie unterscheiden wir überzeugende Argumente von bloßen Behauptungen? Und wie können wir mit Menschen gemeinsam nach Antworten suchen, die ganz anders denken als wir selbst?

Das sind einige der Fragen, mit denen sich die Philosophie beschäftigt.

Die Zukunft braucht deshalb nicht nur Menschen, die möglichst viel wissen. Sie braucht Menschen, die selbstständig denken, ihre Überzeugungen hinterfragen, Argumente prüfen, unterschiedliche Perspektiven verstehen und gemeinsam zu begründeten Urteilen gelangen können.

Oder einfacher gesagt: Menschen, die philosophieren können.

Die gute Nachricht ist: Philosophieren kann man lernen.

Nicht indem man zunächst unzählige philosophische Bücher liest oder die Geschichte der Philosophie auswendig lernt. Sondern vor allem, indem man in einem geeigneten Rahmen selbst philosophiert: Fragen stellt, Begriffe klärt, Argumente entwickelt, einander zuhört, gemeinsam nachdenkt und dabei auch die eigenen Überzeugungen immer wieder überprüft.

Dabei können uns die Gedanken und Methoden der Philosophinnen und Philosophen aus Vergangenheit und Gegenwart ebenso bereichern wie die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse.

Genau das ermögliche ich.

In meinen Vorträgen und angeleiteten Philosophierunden lade ich Menschen ein, die Kunst des Philosophierens unmittelbar durch gemeinsames Philosophieren kennenzulernen und zu erlernen.

Denn in einer Welt, in der Wissen immer leichter verfügbar wird, gewinnt eine menschliche Fähigkeit besonders an Bedeutung:

Selbstständig und gemeinsam darüber nachzudenken, was wir wirklich wissen, was wir glauben und warum wir es glauben – und wie wir leben wollen.